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Zeichnung | Collage | Malerei | Foto | Objekt |  Partizipation | Interaktion

 

Text von Martin Schnidrig, Kurator der Ausstellung Seelandschaften in Ried bei Kerzers – Schweiz | 2015

Wo der Himmel die Erde berührt (Künstlerbuchkatalog 2005), beschreibt eine Linie, die in den Arbeiten von Lis Blunier seit Jahren eine wichtige Rolle spielt. Am Anfang stehen Fotoaufnahmen aus unseren Voralpen, die über mehrere Projekte bearbeitet und weiterverwendet werden. Am Computer reduziert sie natürliche Formen und Strukturen, die sie dann als Zeichnung auf Plexiglas und Folien überträgt. Aus einer realen Ausganglage entstehen somit über längere Zeit erfundene Landschaften.

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Mein Thema ist der Raum innerhalb von Stadt- und Naturlandschaften und die Kommunikation darin.

Mich interessieren Begegnungen und mögliche Synergien einer weiss verschneiten, weiten Bergwelt mit einer lauten, engen und bunten Stadt. Innerhalb dieses Themas arbeite ich mit verschiedenen Medien, die wie Schichtungen oder auch wie Collagen angelegt sind. Der Raum wird definiert, so dass eine fiktive Ebene ähnlich einem Bühnenbild entsteht. Darin kann der Besucher sich interaktiv bewegen, den Raum erkunden oder auch sich selbst inszenieren, wie in den interaktiven Projekten Die Unterwanderung der Alpen, BergWandern und Dies ist mein Berg. (2010 – 14)
Seit meiner bildhauerischen Ausbildung habe ich den Wunsch einen Gegenstand, eine Form oder eine Idee rundum zugänglich zu machen. Daraus ergibt sich auch die Vielzahl der Materialien und der Medien mit denen ich arbeite. Die Wahl der Materialien, die Thematik und die Form der Interventionen – von der Tradition der Minimalart ausgehend – stehen dabei nicht im Vordergrund. Vielmehr möchte ich den Raum in seinen mir bekannten und unbekannten Dimensionen, Perspektiven und Schnittstellen durch sie erfahrbar machen und einen Raum schaffen in dem Menschen miteinander in Aktion treten können. (Lis Blunier)